Florida „Auch das Paradies ist nicht perfekt“ – Tag 12

Das Frühstück haben wir heute zwar nicht verpasst, verpasst haben wir aber trotzdem nichts. Die aus dem Miniofen frisch gebackenen Muffins wurden im Office in Massen gehortet anstelle sie in den Frühstücksbereich zu bringen. Daher ging es quasi ohne Frühstück los in Richtung Key West.

Natürlich mussten wir zwischendrin anhalten – zu schön und geschichtsträchtig ist es dort.

Auf Long Key besuchten wir den gleichnamigen State Park und spazierten den zwei Kilometer langen Golden Orb Trail entlang. Die Spinnen, die dem Trail seinen Namen gaben, haben wir (Gott sei Dank) nicht zu Gesicht bekommen, dafür umso mehr kleine Krabben, die die Mangroven hinaufklettern und sich bei Gefahr einfach ins Wasser fallen lassen oder solche mit einer Riesenschere wie Poppei, die eher im flachen Salzwasser leben. Dann noch die weißen „spider lillies“ und wilder Kaffee.
Den Layton Nature Trail haben wir fast nicht gefunden, so klein war das Schild am Straßenrand. Wäre auch nicht so schlimm gewesen, denn wir hätten nichts verpasst…

Auf den Middle Keys auf Grassy Key hielten wir in der Captain Hook Marina, weil es dort laut Reiseführer einigen zu sehen gibt. Das können wir leider nicht bestätigen. Wir haben nur zwei Männer beobachtet, die am Wasser Fische zerlegten und mit den Resten die Fische und Haie fütterten. Noch nie haben wir Haie in freier Wildbahn gesehen …

Die neue, elf Kilometer lange Seven Miles Bridge von 1982 wird von der ursprünglichen Eisenbahntrasse gesäumt, die Flagler im Jahr 1912 mit 210 Bogen umd 546 Betonpfeilern erbauen ließ. Und weil er sein Werk vor seinem Tod vollendet sehen wollte, heißt der Ort Marathon auch Marathon, weil die Arbeiter so hart für die Fertigstellung arbeiten mussten.

Der Strand am Bahia Honda State Park war traumhaft: Klares, türkises Wasser, nicht im Geringsten überlaufen, palmengesäumt. Ein kleines Paradies! Leider fehlten Schatten (und Liegen), sodass wir nicht bleiben konnten bzw. Florian nicht bleiben wollte. Ein Schirmchen wäre prima gewesen.

In Key West angekommen, mussten wir unsere Sachen vom Parkhaus zur Unterkunft schleppen, da keine Parkmöglichkeit zur Verfüfgung steht. Puh, das wird teuer, schließlich sind wir die nächsten vier Nächte hier… Dann haben wir in dem verwinkelten Komplex unser Zimmer fast nicht gefunden. Mann, wir hatten genug. Nicht wirklich was zu Essen gehabt, heute und immer auf der Suche nach Tagesprogramm, der richtigen Route, was zu Essen. Langsam geht uns diese Suche auf den Keks, wir wollen jetzt man wo bleiben und uns nicht kümmern müssen. Ersteres wird so kommen, noch einmal umziehen, dann haben wir drei (!) Nächte im gleichen Motel. So lange sind wir noch nirgends geblieben.

Der Sonnenuntergang am Mallorysquare hat uns ein bisschen entschädigt. Was für ein Spektakel: So viele Menschen, die irrainnig viele Bilder von der untergehenden Sonne machen (so wie wir 😉 ). Dazu gabs ein Feierabendbierchen und Guacamole mit Tortillachips. Schausteller bieten lautstark ihre Performance, Kartenleger sagen die Zukunft voraus und natürlich gibt es auch allerlei Krimskrams zu kaufen. Eine achöne Atmosphäre, ein wenig wie auf einem Rummel.

Die letzte, nein eigentlich einzige Mahlzeit des Tages nahmen wir im Kelly’s ein, einem karibischen Restaurant. Es gab Porzellan, Gläser ausGlas und sogar Stoffservietten – eine echte Premiere!

Morgen müssen wir früh raus, um sieben ist Treffpunkt am Hafen für unseren Tagesausflug auf Dry Tortugas.

4 Antworten auf „Florida „Auch das Paradies ist nicht perfekt“ – Tag 12“

  1. gbs dann auch a zu essen? auf dem Porzellan…
    Tolle Bilder schickt ihr da ins herbstliche Schwaben. Flora und Fauna sind wunderschön. Danke, dass ihr uns mitreisen lasst. Grüße Beate

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